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Rezension des Institut Juleiqua
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Nicola Boll wohnt in Bayern, ist Waderführerin auf Spitzbergen und bezeichnet sowohl sich als auch ihr Heimat-Bundesland als outdoor-begeistert. Da kann es nicht mehr überraschen, dass sie sich immer wieder mit ihren beiden Kindern zu Fuß, per Fahrrad oder Kanu in die Natur wagt und dort auch die Rucksackküche lernen, gestalten und genießen durfte. Ihre Tipps und Anregungen zu einer abwechslungsreichen Küche, zu Lebensmitteln die man gut transportieren kann und allem was "in der Wildnis" schmeckt, hat sie auf knapp 100 Seiten zusammengestellt und 1994 in der 4. Auflage vorgelegt. Das Buch ist also keine reine Rezeptsammlung, sondern beginnt - gerade an Einsteiger gerichtet - mit einer theoretischen Einführung in Grundlagen der Ernährung, den Bedarf des Outdoor-Kandidaten, Verpackung und Transport. Anschließend folgen drei Seiten zur Küchenausrüstung, sowie Informationen zu Kocher und Lagerfeuer. Elf Seiten verraten dann noch Tipps und Kniffe von "Schnee schmelzen" über den "Abwasch" bis hin zu "kalten Füßen", bevor es dann an die eigentlichen Rezepte geht.
Diese gliedern sich in die Unterkapitel
# Am Morgen Müsli, Eier mit Speck, Pfannkuchen, Brot und Brötchen, Nudeln, Schmackhafte Getränke
# Mittagspause Vesperbrot, Müsliriegel und andere Süßigkeiten, Heiße Brühe, Pemmikan, Getränke
# Dinner am Abend Gemüsecremesuppe für 4 Personen, Westmann-Bohnen für 4 Personen, Käsefondue für 4 Personen, Curry-Reis für 4 Personen, Kleinfleisch auf Reis für 4 Personen, Pilzsoße für 4 Personen, Nudelgerichte, Kartoffelsuppe mit Krabben, Kartoffelpüree de luxe, Süße Leckereien, Popcorn, Hochprozentiges
# Die Kunst des Backens Steinbrot für 4 Personen, Sauerteigbrötchen aus dem Backofen, Kuchenbacken am Feuer, Holländischer Ofen, Reflektorofen, Die Gargrube, Napfkuchen-Ofen, Dampftopf
Jedes Rezept beginnt dabei mit einer kurzen Einführung in zwei Sätzen, einer Zutatenliste, sowie Hinweisen zur Zubereitung und ggf. auch zur Variation oder Verfeinerung. Um die Planung eines Outdoor-Einkaufs zu erleichtern finden sich am Ende Lebensmittellisten und eine Checkliste für das Kochgeschirr. Die Liste "Praktische Maße und 'Ersatzmittel'" verrät schließlich wie man eine mittelgroße Zwiebel durch eine angemessene Menge Röstzwiebeln ersetzen kann oder dass der Geschmack von saurer Sahne auch durch eine gekonnte Mischung von Butter, Milch und Essig erreicht werden kann.
Das Buch richtet sich an Einzelwanderer oder Kleingruppen, nicht jedoch direkt an Lager und Großgruppen. Dennoch lassen sich Ideen des Buches natürlich leicht abwandeln. Denn wer hat schon einmal im Ferienlager am offenen Feuer gebacken?
Quelle: Institut Juleiqua: Institut für Jugendleiter und Qualifikation
Eine Rezension von D. Grosselohmann >
vom 2. November 2007 |